20 Jahre Makulatur war die erste raumgreifende Installation von innerfields und entstand 2010. Die Arbeit setzt sich mit den gestalterischen Relikten der DDR und der Nachwendezeit auseinander – einer Ästhetik geprägt von Styropordecken, Mustertapeten, Teppichen, Strickdeckchen und Wandbordüren, die über Jahrzehnte den Alltag vieler Menschen bestimmten.
Diese vertrauten Elemente werden aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und wie ein gewaltiger Farbspritzer in den Ausstellungsraum geschleudert. Die Installation umschließt die Betrachtenden und lässt sie klein, überwältigt und beinahe machtlos vor einer Welle aus Erinnerungen, Ornamenten und Alltagskultur erscheinen.
Mit 20 Jahre Makulatur überträgt innerfields die Ästhetik einer vergangenen Zeit in einen neuen Kontext. Zwischen Nostalgie und Überforderung stellt die Installation die Frage, wie sehr uns die visuelle Kultur unserer Vergangenheit bis heute prägt – und wie schnell einst selbstverständliche Lebenswelten zu „Makulatur“ werden können.

