Die Canwalls bilden die direkte Verbindung zwischen der Arbeit von innerfields im öffentlichen Raum und ihrer Atelierpraxis. Anders als die Werkserie „Blindspot“, die als eigenständige Auseinandersetzung auf der Leinwand entsteht, gehen die Canwalls immer von einem bereits realisierten Mural aus.
Ausgewählte Wandarbeiten werden auf Leinwand neu interpretiert und in einen anderen Kontext übertragen. Dabei handelt es sich nicht um reine Reproduktionen, sondern um malerische Übersetzungen, die den Charakter, die Materialität und die Energie der ursprünglichen Fassadenarbeiten bewahren. Die Canwalls ermöglichen es, die oft vergänglichen Murals unabhängig von ihrem ursprünglichen Ort weiterzudenken und in einem neuen Format erfahrbar zu machen.
Ein wesentlicher Unterschied liegt im Entstehungsprozess: Während die Arbeiten der Serie „Blindspot“ jeweils von einem einzelnen Künstler entwickelt werden, entstehen die Canwalls, wie auch die Murals, als gemeinschaftliche Arbeiten. Sie werden von beiden Künstlern Seite an Seite gemalt und spiegeln den kollaborativen Ansatz wider, der die Arbeitsweise von innerfields seit jeher prägt.
Die Canwalls sind damit mehr als Dokumentationen bestehender Wandbilder. Sie bewahren die Essenz eines Ortes und eines Moments und übersetzen sie in ein eigenständiges Werk, das die gemeinsame Handschrift von innerfields trägt.

