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Deadly Presents

Die Werkserie Deadly Presents entstand aus der Arbeit von innerfields in Kiew. Im Rahmen eines Muralprojekts entwickelte das Berliner Kollektiv zunächst einen Entwurf, der den Krieg in der Ukraine aus einer deutschen Perspektive reflektierte. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach dem internationalen Waffenhandel und der wirtschaftlichen Bereicherung einzelner Staaten an bewaffneten Konflikten.

Für den ursprünglichen Entwurf wurden Waffen in Geschenkpapier eingewickelt. Das Motiv spielte bewusst mit dem Kontrast zwischen Freude und Tod und machte die Absurdität sichtbar, dass Instrumente der Zerstörung wie Handelsgüter oder Geschenke zirkulieren. Die Spannung zwischen der freundlichen Ästhetik der Verpackung und dem tödlichen Inhalt bildet bis heute den konzeptionellen Kern der Serie.

Für den vorgesehenen Standort in einem Stadtteil, in dem viele Kriegsveteranen lebten, wurde das Motiv jedoch als zu provokant eingestuft. An seiner Stelle entwickelte innerfields das heute bekannte Mural Present.

Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem ursprünglichen Entwurf ließ die Künstler jedoch nicht los. Aus dieser Erfahrung entstand die Werkserie Deadly Presents, in der die Idee unabhängig vom öffentlichen Raum weitergeführt wurde. Die Leinwände bieten den Raum, die Fragestellungen ohne ortsspezifische Einschränkungen weiterzuentwickeln und die politische Dimension des Motivs konsequent auszuleuchten.

Alle dargestellten Waffen sind im Maßstab 1:1 gemalt. Die Titel der einzelnen Arbeiten entsprechen jeweils der Bezeichnung des dargestellten Waffentyps. Durch diese nüchterne Benennung entsteht ein bewusster Kontrast zur festlich verpackten Erscheinung der Objekte und verstärkt die Auseinandersetzung mit der Normalisierung von Krieg, Rüstungsindustrie und Gewalt.

The Deadly Presents series grew out of innerfields‘ work in Kyiv. As part of a mural project, the Berlin collective initially developed a concept reflecting on the war in Ukraine from a German perspective. At its core was the question of the international arms trade and the economic benefits that some nations derive from armed conflict.

The original concept featured weapons wrapped in gift paper. The imagery deliberately contrasted joy with death, highlighting the absurdity of instruments of destruction being treated like consumer goods or presents. The tension between the cheerful appearance of the wrapping and the deadly contents remains the conceptual foundation of the series.

However, the mural was intended for a neighborhood with many war veterans, and the concept was considered too provocative for that location. Instead, innerfields developed the mural now known as Present.

The ideas behind the original concept continued to resonate with the artists. Out of this experience, the Deadly Presents series emerged, allowing the concept to evolve independently of public space. Working on canvas provided the freedom to explore these questions without the constraints of a site-specific commission and to fully develop the political dimension of the subject.

Every weapon is painted at a 1:1 scale. The title of each work is simply the official designation of the weapon depicted. This deliberately neutral naming creates a striking contrast with the festive appearance of the wrapped objects, reinforcing the series‘ examination of the normalization of war, the arms industry, and violence.