Money Magdalena entstand 2019 für die Schaufensterreihe MA Window von Munich Artists am Münchner Odeonsplatz. Der Ausstellungsraum befand sich unmittelbar neben einem Geldautomaten – ein Ort, der den Ausgangspunkt für die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Geld bildete.
Die Installation verbindet religiöse Bildsprache mit Symbolen der Finanzwelt und stellt Fragen nach Wert, Glauben und den Mechanismen einer Gesellschaft, in der Geld häufig eine zentrale Rolle einnimmt. Ausgangspunkt ist die Darstellung einer an Maria Magdalena erinnernden Figur, die ein Bündel Geld vor ihrem Herzen trägt und von einem vergoldeten Heiligenschein umgeben ist. Die Arbeit versteht sich dabei nicht als Kritik an Religion, sondern als Reflexion darüber, welche Werte unsere Gesellschaft heute prägen und woran Menschen glauben.
Nach der Ausstellung meldeten sich Vertreter der Kirche und äußerten die Sorge, das Werk könne als respektlos gegenüber christlichen Symbolen verstanden werden. Der daraus entstandene Dialog bot innerfields die Möglichkeit, die eigene Bildsprache zu erläutern und deutlich zu machen, dass Money Magdalena nicht religiöse Überzeugungen infrage stellt, sondern dazu einlädt, den Stellenwert von Geld, Glauben und gesellschaftlichen Wertesystemen neu zu betrachten.

