Für dieses Mural wählte der Hausbesitzer ein Motiv aus der Blindspot-Leinwandserie von innerfields.
„Trialog“ beschäftigt sich mit einem der zentralen Gedanken der Serie: der Frage, was wir sehen und was wir dabei übersehen. Die zunehmende Digitalisierung verändert unsere Wahrnehmung und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf andere Ebenen – manchmal genau weg von dem, was eigentlich unmittelbar vor uns liegt. Das Motiv erzählt diese Idee auf eine sehr einfache und gleichzeitig absurde Weise und wird dadurch zu einem durchaus unbequemen Spiegel unserer Gegenwart.
Spannend war vor allem die Übersetzung des Leinwandbildes in den Stadtraum. Die orangefarbene Fassade hatte mit der ursprünglichen Farbwelt des Bildes wenig gemeinsam und zwang innerfields dazu, das Motiv neu zu denken, ohne seinen Charakter zu verlieren.
Heute gehört „Trialog“ zu den ältesten noch existierenden Murals von innerfields in Berlin. Ein Bild aus einer persönlichen Werkserie, das ursprünglich für die Leinwand gedacht war und inzwischen selbst Teil des öffentlichen Raums geworden ist.

